little andamans
habs doch noch reingebracht nur so fuer die vollstaendigkeit!und alle dies ned per mail bekommen ham! viel spass! (Es sind 11 Seiten im Word, 6557 Woerter)
Ps.: Ich muss euch warnen, der Text ist absolut nicht mein Stil, es is einfach so, dass ich zur Zeit nur Englisch spreche und einfach nicht im Deutsch drin bin. Manche Formulirungen sind fürchterlich und sind mir zum Teil peinlich. Aber ich habe so viel Zeit und Energie in das Ganze gesteckt, ich kann nicht mehr und es ist ja verständlich!
Die Teilnehmer:
Giulia (22, Italien) Die Heilerin, aber ziemlich laut und temperamentvoll. Ist mit Nico zusammen. Sie massiert macht Yoga und meditiert und bietet auch an es wem zu lernen, mir hat sie die Karten gelegt. Obwohl sie eine echt Liebe ist, hab ich das ganze oberflächlich gehalten.
Julika (22, Deutschland) Die Hexe, Pflanzen, Skelette und überhaupt Natur ist ihr Ding. Sie hat alles, aber daheim, das war das was wir andauernd hörten. Zum teil merkt man ihr, das Einzelkind total an, aber es passt trotzdem total gut. Sie ist ja der Grund warum ich hier bin!
Sam (23, England) Ist die Mama, sie kocht die meiste Zeit und hat für jeden ein Ohr. Mag sie ziemlich gerne, wir sind uns auch recht ähnlich, Stil, Musik und Sterne. Ohne sie hätten wir keine Musik gehabt, die wandelnde Jukebox.
Suri (19, Frankreich, England) Das Wörterbuch, sie spricht Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Holländisch, Französisch und ein bisschen Tamil, die Sprache in Tamil Nadu, wo Auroville liegt, sie ist da geboren und aufgewachsen. Sie hat immer ein Ohr für meine Seelenwehwehchen und ein Umarmung für jeden.
Mukta (19, Deutschland, Italien) Surfergirl No.1, sie ist mit Tirion zusammen und war entweder mit ihm irgendwo im Dschungel oder surfen, hatte nicht so viel Kontakt zu ihr. Aber sie ist auch eine total nette. Nachdem es mir die letzten Tage immer schlechter ging hat sie angefangen sich um mich zu kümmern und sorgen und nennt mich immer mein Schatzi oder meine Süße, ihr Deutsch ist nicht wirklich gut.
Hilde (20, Holland) Surfergirl No.2, von ihr hab ich nicht so viel mitbekommen, eine Nacht hat sie in ihrer Hängematte die am Boden gekracht ist verbracht, am nächsten Abend hat sie sich den heißen french guy ausm andern Camp geangelt und war überhaupt nur mehr surfen und in der Nacht bei ihm. Sie is so ganz nett aber sie hat so eine hysterische art, vom lachen bis zum Ausdruck. Kann ihr nie wirklich lang zuhören.
Maya (17, Deutschland, Italien) Dummes kleines Schwesterlein (von Mukta) total anders. Sie ist die ganze Zeit mit ihrem dummen Freund Verya rumgehangen und hat ned viel geholfen. Wenn man sie was gefragt hat, hat sie kurz und knapp geantwortet aber Konversation war nicht möglich! Sie ist nach ner Woche auf ne andere Insel gefahren.
Nico (24, Schweiz) 3 dinge gab es für ihn. Surfen, Giulia und fischen. Recht viel mehr hat er nicht gemacht. Auch er ist ein ganz angenehmer Mensch mit seinen unausstehlichen Macken, er grinst einen immer ein bissl blöd an, wo man nicht weiß ob man selber ein bissl doof is oder er… und er putzt seine Zähne nicht!!
Tirion (29, England) Der einzige Gitarrist, er ist der beste Freund von Sam und kann somit ziemlich viele Lieder spielen. Ziemlich kuhl. Er wirkt absolut nicht wie fast 30 ich hätte ihm maximal 25 gegeben. Er ist ein total angenehmer Mensch mit vielen Schmehs(?) und er kommt auch einfach mal so her und umarmt einen, und das tut immer total gut. Sonst ist er auch ein Surfer!
Jock (50, Schottland) der Sonnenbrand 2ten Grades, den hat er sich auf der Fähre zugezogen und wohnte dann 1 Woche im Dorf, wir ham ihn ziemlich vermisst. Er hat uns immer mit seinen schottischen Weißheiten und Liedern bei Laune gehalten. Er ist außerdem wie ein kleines Kind. Alles ist wunderschön und jeder ist nett. Hab selten einen Menschen mit so viel positiver Energie gesehen. Wirklich ein toller Zeitgenosse. Der Altersunterschied war überhaupt kein Problem.
Andy (56, England) Unser Opa, surft und säuft. Ein ziemlich witziger Kerl und trotzdem richtig britisch, der Tee muss sein, er hat ihn in der Früh immer gemacht und auch die Becher gewaschen, ein Schatz der Mann. Er hat auch immer einen guten Joke auf den Lippen und hat Julika ein bissl aufs Korn genommen D´ya luv me Julika, d’ya luv me??
Leon (25, England) der Knuffibär und typischer Brite. Etwas fester und rot (häutig/haarig) er is so einer dem man es absolut nicht zutraut das er liest und er tut’s, einer wo man sich nicht vorstellen kann, dass er mit zarten Händen massiert und dann stellt er sich hinter einen und beweist es. Er ist echt ein total netter Kerl, hilfsbereit und witzig. Er hat alle die ihn nicht kannten ziemlich überrascht, er ist einfach das Gegenteil das man ihm zutraut.
Steven (23, Norwegen) der nackte Norweger. Mit ihm hatt ich am Anfang meine Probleme. Er hat mich veräppelt und meine Retourkutschen nicht vertragen, er macht sich viel über andere in einem lustigen weg lustig und hält einfach nicht aus das man zurückschlägt. Aber sonst ein kuhler kerl der über sich selbst lachen kann. An einem unserer Tribe Tage hat er sich nen Lendenschurz gebastelt, das wurde ihm dann aber zu hart und er sprang nackt durch den Dschungel. Er is so ein bisschen ein Softi, trotz Bubiface versucht er das hinter seinen Muskeln zu verstecken. Wir haben uns gerafft, ich fasse ihn mit Samthandschuhen und wir verstehen uns ganz gut.
Juan (18, Spanien) Der spanish dude oder thityboy! Er kann eigentlich überhaupt kein englisch aber hat sich in den 2 Wochen total verbessert. Mit den paar Worten die er kann haben wir lustige Unterhaltungen geführt. Wir hatten ziemlich viel Spaß mit seinen Erzählungen und versuchen uns etwas verständlich zu machen aber alle waren wir geduldig und haben ihm immer alles verständlich machen können, naja fast. Er is zum teil etwas energisch und wenn mal einen Tag keine wellen waren war ein bissl angepisst. Sonst ist er sehr großzügig, teilt immer alles und in Port Blair hat er sich auf seine art sorgen um mich gemacht. Richtig süß der junge!
Verya (18, Italien) ein egoistischer Doofling. Hab 2-mal mit ihm versucht zu kommunizieren und beide male war er unfreundlich! Mir wurde gesagt er ist zu allen Nichtaurovilliens so. gut… nicht einen Handgriff hat er für das Camp getan, eher noch sabotiert in dem er Wasser in seiner hängematte gehortet hat und das allgemeine trank und unsere heiligen Flaschen hat er zerschnitten um irgendwas drin einzupacken. War echt froh, dass der nach ner Woche weg is.
Dazugestoßene:
Georg (19, Schweiz) dumm wie die Nacht finster ist, alles muss man ihm 2-mal erklären (englisch->deutsch obwohl er englisch kann oder auch das deutsche 2-mal). Ihn haben wir in Port Blair getroffen und er hat gemeint er muss noch einiges vorbereiten und kommt dann nach, das tat er, obwohl wir nicht genau wussten wo wir sein werden aber er hat uns tatsächlich gefunden. Nach 3 Tagen ist er wieder abgehaut, er ist nicht für den Dschungel gemacht, er braucht Freiheit… in einer Stadt… wie auch immer, hab ihn eh nicht mögen.
Omri (23, Israel) AAAAAAAAAAAAAAAAAahhhhhh Israeli, macht den weg!! Er spricht wie ein katholischer Pfarrer. Alles was man sagt, auch wenn es keine Antwort benötigt kommentiert er mit einer sinnlosen Weißheit und natürlich weiß er alles besser. Er hat sich aufgeführt als wär er der Hauptbestandteil der Gruppe. Er ist mit uns auch wieder zurück, wir haben ihm alle zu verstehen gegeben, dass wir ihn nicht mehr haben wollen, er is trotzdem mit uns ins Hotel und immer zum Abendessen. Keiner wollte neben ihm sitzen weil er einfach nur Scheisse redet. Israelis reisen normal immer in Gruppen, mich wundert’s nicht warum der allein unterwegs ist!
Was bin ich froh das der Flug nach Kolkatta voll war, ich wär jetzt mit dem in Varanasi, uaaaaa der würde mich einfach nicht in Ruhe lassen… nein gar nicht dran denken will…
Tag 1
4 Uhr morgens… 16 Jugendliche aus aller Welt versuchen sich gegenseitig mit „Timmy“ Gegröle wach zu machen. Schlaftrunken sind wir zum vereinbarten Taxiplatz gestolpert, mit Surfboards und Rucksäcken bewaffnet warten wir, aber das Taxi taucht nicht auf! Nico hat schnell sein Handy parat und regelt 2 neue. Die Stimmung sank ziemlich schnell, das alles kostet Zeit und die Tickets für die Fähre sind knapp. An der Anlegestlelle, haben die Chaiverkäufer große Freude mit uns, jeder trinkt mehr als nur einen. Nico, und Tirion wollen sich um die Tickets kümmern, während wir voller Hoffnung, neben der Fahre „Bartang“ warten. 2 lang gezogene Gesichter kommen zurück, es gibt keine Plätze mehr und das nächste Boot geht erst in 12 std und braucht doppelt so lang (13 std). Jock beschließt mit dem Kapitän zu verhandeln und nach langem Hin und Her Gestreite steigen 16 glücklich grölende Weiße aufs Deck. Die ersten paar std ist geschlafen geworden, bis die sonne einfach nur mehr runterknallt. So um 9 hat jeder nur mehr versucht ein Plätzchen Schatten oder wenigstens eins mit Wind zu ergattern. Um punkt 12 haben wir in Hut Bay auf South Andaman angelegt. Wir waren alle etwas über die Größe der Insel frustriert, wir haben so nette Miniinselchen passiert und uns gedacht die unsere wäre auch so.
Mit 2 Jeeps sind wir ins Dorf gefahren und haben erst mal Futter gefasst. 2 std Powershopping stand danach am Plan. 16 Leute, 2 Wochen, viel Hunger. Gewürze, Reis, Kartoffeln, Mehl, Zucker, Öl, Gemüse, Bananen, Linsen, Eier, Bohnen, Tee, Kaffe, Milchpuder, Kochtöpfe, Woks und Wassertanks. Für die persönlichen Vorlieben wie Kekse und Marmelade hat jeder schon in Port Blair gesorgt.
Bis um 4 hatten wir alles auf 2 Fischerboote verladen und uns selbst dazu. Die Überfahrt war ziemlich lustig, trocken ist keiner geblieben und jeder war einfach nur gut drauf. Ein Fischer hat einen riesigen Thunfisch gefangen, haben schon gedacht wir hätten lecker Abendessen aber er wollt ihn uns nicht gegen 2 Packen Zigaretten tauschen. Um 5 sind wir mit offenen Mündern in der Butlerbay angekommen. In Windeseile haben wir alles von den Booten gezerrt, wir wollten unsere hängematten noch bei licht aufhängen und auch den Dschungel vorher noch ein bissl sehen. Ist ja nicht ungefährlich. Hat alles gut geklappt und dann haben wir uns gemütlich um 2 Lagerfeuer am Strand ans kochen gemacht. Um 10 war Schluss. Ich hatte ein bissl Probleme in der ersten Nacht, die Geräusche sind sehr ungewöhnlich und das Meeresrauschen verleitet zu nächtlichen Klogängen. Haben nur so ne Minifeuerzeugtaschenlampe gehabt, meine extra neu gekaufte war gleich am 1 Abend wieder hin, und hab einen Baumstamm mit nem Krokodil verwechselt, uhuuuu Panik. Aber ich mein he man kann ja nie wissen in ner Gegend wo es süß und Salzwasserkrokos wirklich gibt! Und ich hab den noch anderen Leuten gezeigt, der hat wirklich wie ein Kroko ausgeschaut.
Tag 2
Aufstehen, schwimmen im wunderbar türkisfabenen Meer, welch ein Genuss. Tee, es gab 3 mal täglich unser Lieblingsgetränk und jeweils 5 Schöpfer für jeden. 15l Wasser für Tee pro Tag!! Am Vormittag war dann Schnorcheln angesagt. Leider hat der Tsunami das Riff ziemlich zerstört, aber hin und wieder lebt noch eine Koralle und von bunten Fischen wimmelt es nur so. Echt einfach schön! Mit der Wasserfarbe dazu fühlt man sich fast wie in einem Aquarium, alles so unreal.
Das Camp haben wir um und besser organisiert. Die erste Nacht war jeder irgendwo und es ist doch sicherer wenn alle beisammen sind, ein gescheites Wegsystem dazwischen ist und alles seinen Platz hat. Wir hatten eine Küche, einen gemeinsamen Feuer und Kochplatz, ein Healingcenter (Massagen, Yoga, Tarot, Meditation und Minitempel), ein Malstudio für die Tribal und Warpaints, einen Kompost und das Shitcamp ( ein Teil des Dschungels der von unserem abgeteilt war wo das allgemeine Klo war, Loch graben, kacken, zumachen und einen stecken reinstecken, dass kein anderer da hinmacht). Jeder hat einfach irgendwie versucht zu realisieren was da abgeht und zu verstehen, dass das kein Traum ist.
Am Nachmittag hab ich für jeden ein weißes Shirt mit Little Andaman 2007 beschrieben und die Nicknames der Leute. Meine sind Freakin Freya, das hat sich nach ner Godesstarot Session ergeben und SteffiiiiIIII, ich bestehe auf das i, Steff is einfach nicht mein Name!
In der Nacht haben wir einige lustige Entdeckungen gemacht. So um 9 hat’s immer zum ploppen angefangen. Fledermäuse ham uns Nacht für Nacht beschissen und bepisst. Die Scheisse ist ziemlich fest und richt richtig lecker fruchtig. Wenn sie pinkeln erwischt es gleich einige Leute im umkreis von 3 m. das is sehr witzig wenn dann alle auf einmal schreien. Angekündigt hat sich die Kackerei immer mit einzelnen kernen die vom Himmel fallen.
Die andere Entdeckung war angenehmer. Riesige oder auch mini Einsiedler krebse suchen in der Nacht den weg zum Meer und so kracht und raschelt es die ganze Zeit. Keiner wusste wo die herkommen und wieso die das machen aber sie haben uns ein Gruppenhobby beschert „wer findet die größte?“ schätze die größten die wir gefunden haben waren so 10 cm hoch und breit! Nach ein paar Tagen wurden die dann auch gesammelt und zum fischen verwendet.
Tag 3 Valentinstag
Die durchschnittliche Aufstehzeit ist 7 Uhr, wie unglaublich, so früh bin ich nicht mal für die schule aufgestanden. In der Früh mussten wir feststellen, dass 13 unserer 17 Eier von einem Mungo (art Schlange) verspeist wurden.
Heute war Wasserholtag. 7 Leute sind mit 3x 10l und 1x 40l und einem Rucksack voll leerer Flaschen los marschiert, so ca. 20 min durch den Dschungel zu einer Spicefarm, blieb heut Gott sei dank noch verschont, is nämlich ziemlich anstrengend.
Bis jetzt waren wir die einzigen am strand, bzw. im weiteren Umfeld. In der Mitte der bucht war ein englisch/ spanisches Pärchen, und jetzt sind noch so ca. 10 weitere Leute gekommen, auch buntgemischt, die wohnen quasi gleich neben uns. Somit wurde das letzte bisschen einsame Insel Gefühl noch mehr minimiert.
War am Nachmittag ein bissl kreativ und hab mein Tagebuch bemalt, war grad dabei ein herz zu zeichnen, da sind 5 Leute gleichzeitig draufgekommen, dass ja Valentinstag ist! Ziemlicher Zufall. Zur Feier des Tages haben wir uns Kaffe gegönnt, war mal wieder echt gut, glaub das war der 3 insgesamt seit ich in Indien bin, es is einfach besser Tee zu trinken!
Am Abend spielt Tirion, wenn er ned schon schlafen geht, Gitarre und Sam und Suri sind unsere Musikbox. Die kennen einfach jedes Lied komplett. Bei den Refrains bin ich auch ned so schlecht, aber es ist trotzdem zum neidisch sein. Die Lagerfeuerstimmung haben wir richtig gut drauf. Ich genieße das hier in vollen Zügen.
Nachts waren wir Skinnydippen (nackt baden), irgendwie wollten die Jungs alle ned also waren’s nur wir Mädels. Auf einmal haben wir alle Panik bekommen, Krokodil, Hai, Rochen, Schlange was auch immer tödlich… 2 unserer Jungs sind wo anders ins Wasser und haben sich von hinten angeschlichen und dann hatten sie auch noch die Badehosen an tstst… hier wimmelt es von Plankton, das heißt wenn man sich Nachts im Wasser bewegt hat man 1000 Unterwassersterne um sich, es ist einfach unglaublich schön. Wenn einer auf einem hängen bleibt, kann man den auch noch ein bissl verschmieren und dann leuchtet man.
Tag 4
Ich lerne jeden Tag mehr zu tun und weniger darüber nachzudenken, natürlich ist die Vernunft immer noch riesig vorhanden aber hin und wieder kann ich was machen und die folgen sind mir egal, das is toll.
Beim Schnorcheln mit Suri und Sam hab ich einen hammergeilen fisch entdeckt und mich tierisch geärgert, dass ich meine Unterwassercam nicht mit dabei hatte. Bringt jetzt ned viel wenn ich das Tier beschreib, man kann’s sichs schwer vorstellen.
Heute hab ich festgestellt, das die Sandflöhe ziemlich auf mich stehen, Moskitos gibt’s hier keine, bin nicht sicher ob die Sandfliegenstiche erst nach 2 Tagen kommen oder gleich, aber ich hatte ziemlich viele Dippel. Die sind total unangenehm, die hören bei nicht kratzen auch nicht auf zu jucken. Wir haben rausgefunden, die jucken so ca. 2 Wochen. Nana nicht mit mir. Hab eine Antihistamin Tablette genommen und war total befreit! Zumindest für heue
Tag 5
Heute war kein guter Tag, bin aufgestanden und es war kein Wasser für Tee da, hab mich wieder hin gelegt, um 11 bin ich wieder aufgewacht, die Wassercrew war wieder da aber sie haben mir keinen Tee aufgehoben, obwohl normal immer genau darauf geachtet wird, dass jeder, auch die die nicht da sind, was bekommen. War gleich noch mal mehr mies drauf. Hab den Tag recht ruhig ohne große Worte verbracht. Nach dem Nachmittagstee wurde es etwas besser aber mich hat einfach alles angekotzt, keine Ahnung warum. Die Mädels waren echt lieb, haben versucht mich aufzuheitern, Tirion hat gemeint ich seh scheiße aus und mich gedrückt, da hab ich echt feststellen müssen, dass das eine total geniale Gruppe ist! Beim Gemüse schneiden hab ich mich dann gut abgelenkt und als Sam total aufgelöst vom surfen zurück ist hab ich sogar lachen können, ein Hai war 10 m von ihr entfernt in ner welle. Es gibt hier Riffhaie, die aber eigentlich harmlos sind, die surfen auch in den wellen rum. Die anderen waren schon von Anfang an mit denen surfen aber Sam war’s zu krass. Von dem Tag an hab ich die Haie immer wieder beobachtet, bzw. deren flossen nachgestarrt wenn mir fad war.
Wir Leben hier zwischen 2 Riffen und da is es ziemlich wellenstill. Aber an den Riffen brechen sich gigantische wellen, heute waren sie wirklich geil, schätze mal so 4-5 m. es war ein Traum für unsere Profisurfer und ein Alptraum für uns. Am Riff surfen ist ned so ungefährlich.
Tag 6
Heute war die Stimmung wieder super, bis Nico nach meinem bad festgestellt hat, dass die mittlerweile aufgekratzten Stiche zum teil entzunden sind. Sam hat sie gereinigt und verbunden, tat weh, war aber erträglich. Am Nachmittag wurde es immer schlimmer, ich konnte nicht mehr wirklich gehen, es hat sich angefühlt als hätte ich den Knöchel verstaucht. Ganz komisch. Hab nen tollen Stock gefunden, mit dem konnte ich wenigstens ein bisschen mobil sein. Ich hab den ganzen urlaub über versucht so wenig wie möglich Chemie in mich reinzustopfen und wollte einfach keinen Painkiller nehmen, aber am Abend musste es dann sein.
Suri und Julika ham mir heute kleine Zöpfchen geflochten, das hatte ich seit Malta 2001 nicht mehr, war witzig und sie hams echt gut gemacht, hat ned so schlecht ausgeschaut und es war die perfekte Freya Frise. Nachdem ich den ganzen Tag im Lager verbracht hatte wegen ned schwimmen sollen uns so war ich fast schwarz vor lauter Dreck und ich hab mir die Erlaubnis erbettelt mich doch ein bissl im Wasser zu wälzen. Danach wurde ich gleich wieder verarztet.
Nach dem Dinner haben wir uns bemalt. Hübsch im Gesicht mit wasserfarben und wild am Körper mit Kolampowder (die Inder machen vor ihre Häuser so ne art Mandalas oder eben Kolams, in allen Farben. Und dann gibt es noch das Holi Festival (im Übrigen ist das heute 3.3) da bewerfen sie sich gegenseitig damit, eher im norden)
Tirion und Sam haben heut begonnen einen Campsong zu schreiben, jeder bekommt einen Vers, bin auf meinen gespannt.
Am Abend sind wir mit den Leuten aus dem anderen Camp zusammen gesessen und haben mit Gitarre und trommeln gejammt. War ziemlich geil. Suri (die beste), Giulia und Julika haben mit meinen Pois Feuershow gemacht. War echt ein kuhler Abend. Als ich die Pois wieder verpacken wollt hab ich mich gefragt warum das Sackerl so schwer ist, eine riiiiiiiießen Krabbe saß drin. Es gibt hier Krabben die können Kokosnüsse knacken und das war eine noch Gott sei dank kleine davon, so ca. 12 cm groß. Hab mich ziemlich erschreckt, aber es war lustig.
Tag 7 Halbzeit aber keiner hat’s gecheckt („wie lang simma schon da, 2 oder 3 Tage??)
Heute Nacht war es Schweine kalt, der Schlafsack geht bis minus 3 grad und reicht in Indien nicht… Die bisse bringen mich um ich kann einfach überhaupt an nix anderes mehr denken, jeder Ablenkungsversuch is sinnlos, es is unglaublich. Der ganze Körper außer Gesicht und bauch jucken wie sau und man weiß gar nicht mehr wo man kratzen soll und das jucken is schon so einheitlich, dass es einfach nur mehr weh tut im kopf.
Eigentlich wollte ich die ganzen 2 Wochen nicht ins Dorf aber ich musste einfach, hab Julika überredet mit zu kommen, wollte einfach nur mehr zum Arzt und geheilt werden. Mit Painkiller hab ich den weg durch den Dschungel geschafft, war ja mein erstes Mal, hab aber nicht viel von der Schönheit mitbekommen, außer, dass ich das nicht glauben würd wenn mir jemand eine Postkarte von hier schicken würde. An der Straße angekommen mussten wir zuerst erfahren, dass Sonntag ist, das heißt kein Arzt und keine Apotheke. Egal ich find was. Naja und der nächste Bus fährt in 2 std. wir ham uns die zeit mit Tempelhüpfen und Stadt land Fluss vertrieben. Die Fliegen fressen mich. Im Camp und überall. Im Camp bin ich immer in mein Tuch eingewickelt gesessen aber beim Bus warten hatte ich keins mit und meine Beine waren schwarz vor lauter Fliegen. Die Busfahrt in die Hut Bay ist toll. Zum teil fährt man durch Dörfer, man sieht die folgen des Tsunamis noch deutlich. Es gibt einige neue Bauten aber die meisten sind irgendwie aus Wellblech und holz zusammengezimmert. Zum anderen Teil fährt man so richtig durch den Dschungel, einfach traumhaft. So ungefähr eine 10 Cent Safari.
Im Dorf hab ich das Government Hospital entdeckt, aber es war natürlich kein Arzt da. Die Schwester hat ned ganz kapiert was ich genau will aber ich hab Antihistamin Tabletten für umsonst bekommen. Und noch so Tabletten, sie konnte mir nicht sagen wofür die genau sind, im Camp hab ichs dann rausgefunden, gegen Durchfall… wurde nicht geheilt. Nach ein bisschen Shoppen sind wir wieder heim.
Am Abend hatte der „Naked Norwegen Dude“ (unser Lieblings Spitzname für Steven) ne nette Besucherin auf seine angezogenen Schulter. Eine giftgrüne Gottesanbeterin. Hatte leider die Cam zu weit weg. Aber in meim Hirn is eingebrannt.
Tag 8
Heute war ich das erste Mal mit auf Wassermission, war natürlich nur mit Schmerztablette möglich aber ich musste mit weil es ja unfair wäre. Nico, Tirion, Giulia, Juan und ich hatten viel Spaß am weg, nur zurück war’s etwas hart. Gott sei dank is der 40l tank Jungssache!!
Kurz nach uns kamen ein paar ausm Village zurück und die Stimmung war mies, sie ham die hälfte der bestellten dinge vergessen oder das falsche gebracht, aber es hielt Gott sei dank nicht lang und jeder lachte wieder. Sam hat sich einen heißen Typen bestellt und die ham prompt nen Israeli mitgebracht, also so weit Israelis heiß sein können war er ganz hübsch, kann nur einfach Israelis nimma ab, hat mich etwas genervt. Und der hat gleich so von der ersten Minute voll im Gruppending mitgemischt und sich benommen als wär er sowieso der Urheber von allem. Hab mich ziemlich bemüht das alles zu ignorieren und es hat auch ganz gut geklappt.
Suri hat heut gemeint sie versteht mich und es scheint auch so, wie überall kommen die wenigstens mit meiner Direktheit klar und sind schnell beleidigt weil sie es einfach falsch auffassen. Suri is echt ein total toller Mensch. Hab im laufe der Woche noch viele gute Gespräche mit ihr geführt.
Nico versucht seit Tagen zu fischen und ist total genervt und dann hat ihm Andy heut auch noch diesen genialen streich gespielt. In der Früh kommen hier immer Fischerleute vorbei und er hat 15 fische gekauft und so getan als hätte er die alle gefangen. Nico war so was von total neidisch. Er hat’s einfach ned gepackt. Leider hat Giulia den fisch ziemlich eklig zubereitet, also wieder kein fisch, wär echt mal der Hammer.
Heute is so ein richtig angenehmer Tag wo ich oft daran denken muss, wies wär wenn ich das mit meinen freunden teilen könnte.
Tag 9
Es ist so toll wenn man früh aufsteht, man hat so viel mehr Zeit und schafft aber trotzdem meist ned alles was man machen will.
Jock ist heute gekommen, nur für den Tag aber es war schön. Er war am Anfang 2 Nächte im Camp und hat dann seinen Sonnenbrand nicht mehr ausgehalten, war auch besser. Er hat uns erzählt, dass es zum teil 2ten grades ist. Er ist ein echter schatz, er hat ziemlich viel Gemüse mit gebracht, war gut weil wir hatten eh keines mehr und keiner hatte richtig Lust auf nur dal und Reis. Dal mit Gemüse ist wieder OK (Dal = Linsen).
Hab heut mittags versucht mich schnell zu bräunen, 20 min hab ichs geschafft und war wirklich dunkler danach, muss schön langsam aufpassen weil sonst pelle ich mich noch bevor ich wieder heim komm und dann bin ich wieder so weiß wie ihr Schneegesichter!! Und man soll schon ein bissl merken das ich das letzte halbe Jahr im Süden verbracht hab.
Am Nachmittag war ich mit Jock Sachen suchen, Muscheln sammeln kann man es ned nennen. Es betrifft auch Samen und Korallen und so weiter. Hab gaaaanz viele von diesen Ohrmuscheln in denen man das Meer hört gefunden und kuhle Samen und Korallen, auch rote, was hier eher selten ist. Jock hat ein gutes Auge fürs sammeln und eine Begeisterung wie ein kleines Kind. Auch wenn etwas noch so einfach und unspektakulär ist, jock macht es einem zu etwas besonderem. Ich hab so viel positive Energie bekommen von ihm, dass die Leute gemerkt ham das ich anders bin als ich wieder im Camp war. Jock hatte mal die größte fossile Meerestier Sammlung in Groß Britannien, hat sie aber einem Museum gespendet. Sooo kuhl.
Hab heute meine Wäsche im Meer gewaschen, es war einfach alles nur mehr schwarz und gestunken hat das zeug, es trocknet ja nie wirklich weil es hängt im schatten und is feucht. Müsste es eigentlich immer in die sonne hängen… eine Unterhose hat sich aus dem staub gemacht, dann auch noch mein Lieblingsteil… habs grad Muki erzählt, da hält Nico sie 30 m weiter im Wasser in der hand. Da hab ich mich gefreut.
Am Nachmittag war ich am, von der ebbe freigelegten Riff. Lauter kleine Wasseransammlungen machen es wunderbar. Bunte kleine fische, Korallen, Seesterne, Seegurken, krebse uns so weiter Leben wie in Miniwelten. Es is so toll das zu beobachten, diese Vielzahl von Farben. Ahhhh war ganz high weil das so toll war.
Leon hat sich heut als Kochkünstler entpuppt. Er hat Pommes gemacht also in runden Scheiben und so Gemüse mhhhm was auch immer Vegetablestew oder so. mannnnnn was das genial. Am Tag davor hatten wir ekligen Friedrice und so war das ziemlich notwendig. Es war das erste Mal das alles aufgegessen wurde. Und Leon wurde gewarshipt bis zum geht nicht mehr. Wir haben heut das Mörderspiel für uns entdeckt, wo einer der Mörder ist und die anderen raten müssen wer, während in jeder runde wer stirbt. Da wir immer weniger wurden haben wir Wörter aufgeschrieben, einfach so irgendwelche, in 3 spalten und das dann pro Zeile gelesen, ziemlich geile Sachen kamen da zu Tage, die meisten will ich aber nicht im Internet veröffentlichen…(z.B.: Cornwall Sand Tampax, Fluffytoy Wheed Tempel) wir ham ewig gebraucht bis wir uns da wieder eingekriegt haben!
Tag 10
Bis heut hatte ich den besten Hängemattenplatz, ich hab immer gesehen ob der Tee schon fertig is und musste nie raus ohne gleich einen zu bekommen. Leider haben so Parkranger nach 10 Tagen beschlossen wir müssen das Feuer an den strand verlegen, obwohl unser Platz total sicher war. Das Laub ham wir verräumt und die bäume drüber sind bestimmt 30 m hoch. Naja wie sie meinen. Wir wollten in den letzen Tagen keinen stress mehr.
War heut sehr faul, bin nur in der matte gelegen und hab gelesen. Normalerweise gab es immer Tee wenn die Wassercrew zurück kommt, aber die ham einen anderen weg genommen und ewig gebraucht, quälend war das für uns zurückgebliebenen. Naja irgendwann sind sie dann doch aufgetaucht.
Hab heut meine Zöpfchen aufgemacht, musste dringend wieder mal haare mit Shampoo waschen.
Die ruhe am Riff genieße ich jetzt täglich, also bis sich das mit der flut wieder nicht mehr ausgeht! 2 leuchtend rote punkte haben meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, ein ziemlich komischer krebs, also eigentlich normal aber halt mit knallroten Augen, saß da unterm Stein, so schräg. Viele starrende Inderfischer haben meine tour dann schneller beendet, weil ich muss da echt nicht vor denen im Bikini rumhüpfen.
Suri hat mir heut ein wunderbar tolles Kompliment gemacht, sie hat geglaubt, dass ich bilingual bin weil ich so gut englisch spreche…uhhhhuuuuu das is einfach ein geilgeniales Kompliment, noch dazu von ner halben Engländerin.
Unser neuer Feuerplatz am strand is bei Nacht ganz schön, man is einfach näher am Meer und man wird nicht dauernd bekackt. Aber unter Tags ist es immer eine Streiterei wer sich in die Hitze stellt und den Tee macht.
Ich hab mittlerweile bestimmt 1000 Sandfliegenbisse, wirklich am ganzen Körper außer bauch und Gesicht. So ziemlich jeder ist eitrig, aber es macht auch keinen sinn die zu säubern und verarzten weil sie einfach gleich wieder schmutzig sind und bei mir is es gar nicht mehr möglich Pflaster drauf zu machen, ich müsst den ganzen Körper einbinden!
Heute haben wir wieder mal richtig kuhl gejammt. Ich hab ne kleine Metallbox mit Reis und Muschelstückchen gefüllt und hatte ne tolle Rassel
Tag 11
Heute musste ich mir sagen lassen ob der Tee fertig ist oder nicht, aber es hat auch geklappt.
Jock und Julika haben beim Treasurehunting 2 Schildkröten Skelette gefunden. Einige sind dann zusammen gesessen und ham versucht die zusammen zu puzzeln. Die Rekonstruktionen waren gar nicht so schlecht, das waren echt Riesenviecher.
Heut simma die ganze zeit bei Leon und Steven in den matten gelenzt und haben das Celebrity Game perfektioniert. Man sagt den Namen eines Stars und der nächste muss dann mit dem Anfangsbuchstaben des Nachnamen einen neuen sagen (z.B.: Nick Cave – Catherine Zeta Jones – Janis Joplin-…)
Heute ham wirs das erste Mal geschafft, dass die Mehrheit zusammen im Wasser war, natürlich fehlt immer wer, aber so viel wie heut waren wir noch nie. Lustig war’s.
Heute war wohl der Tag der dummen spiele, haben ziemlich einige erfunden oder umgedichtet war echt ein lachvoller Tag. Und wie immer hat keiner das gemacht was er vorhatte oder auch die ganze Gruppe. Wir wollen seit wir da sind bemalt im Dschungel verstecken spielen, gemacht haben wirs nie!!! Schade eigentlich
Tag 12
Suri, der Israeli und ich sind gleich nach dem Tee Wasser holen gegangen. Bei der Spicefarm haben wir eine Kokosnuss zum essen bekommen, soooo lecker. Meine Beine haben ziemlich geschmerzt. Immer wieder wenn ich stehe oder gehe zieht ein total komischer schmerz vom knie bis zu den Zehen. Dann muss ich mich einfach hinsetzen, sonst klappe ich zusammen, is mir einmal schon passiert. Wir ham uns ein bisschen is so ner Hütte bei ner Lagune ausgeruht.
Bei Ben (englisch/spanisches Pärchen) hab ich nen Painkiller bekommen, der hat leider nicht so recht gewirkt. Zurück im Camp bin ich gleich ins Wasser, das ist noch das angenehmste, ich bin vor fliegen, Sandfliegen sicher und es tut nicht so weh. Hab einige Unterwasserfotos mit den Leuten gemacht, hoff die werden was, weiß nur noch nicht wo ich sie entwickeln lassen kann, wo ich lang genug bin aber ich schätze es geht sich in Varanasi aus.
Heute haben einige deren Nudelsnacs gespendet, nudeln nach 12 Tagen Reis waren echt mal wieder das Wahnsinn! Am Nachmittag haben wir karten gespielt (mit wir meine ich immer Sam, Julika, Steven, Leon und suri, natürlich mit diversen Abweichungen, wir waren die die nicht dauernd surfen waren oder so, also wir waren eigentlich den ganzen Tag im Camp. Gruppenbildung gab’s nämlich nicht, jeder hatte sich gleich lieb, außer kleine ausnahmen.)
War wieder mal das Riff genießen und dann haben wir uns wieder ein witziges spiel ausgedacht „Ugabuga“ jemand sag den Namen einer band und der dem als erstes ein Lied einfällt, dass er auch ein bisschen singen kann schreit „Ugabuga“ und darf die nächste band sagen, ziemlich endlos aber lustig.
Nach dem Essen haben einige Whiskey getrunken, weil es ja der vorletzte Abend ist, ich wollt nicht mittrinken aber beim Saufspiel hab ich mitgemacht. Man muss immer ein Karte ziehen und jede bedeutet etwas. Die Trinkkarten hab ich ausgelassen aber dann gab es noch „ein Kleidungsstück ablegen“, „etwas dummes um unser Feuer machen“, „etwas Dummes im Camp der neuen Estonier machen“, „ ein Geheimnis, bzw. etwas über sich erzählen“, „einen peinlichen Moment aus seinem Leben beschreiben“ und „einen tierlaut machen“. Sam und omri waren ziemlich schnell nackt, Andy und Julika sind gefolgt, ich musste nur Pulli und Hose ausziehen. Hatte einfach glück. Sam haben wir ins andere Camp geschickt und sie musste YMCA singen und tanzen, ich musste einen der Estonier massieren. Andy musste einem einen Zweig schenken und ihm sagen, dass er hübsch ist, und sonst noch lauter so dumme Sachen. Aja geil war auch Omri, er ist mit ner Spriteflasche zwischen den Beinen rüber und hat mit dem Schildkrötenkopf in der hand Shakespeare zitiert „to be or not to be that’s the question“. War echt ziemlich ein lustiger Abend. Die andern sind dann, weil sie ja schon nackt waren schwimmen gegangen und ich ins bett.
Tag 13
Heute war der Tag des Zettel am Hirn spiel. War witzig. Wie immer dumm und sinnlos aber kuhl. Ich war einmal Heidi und bin einfach ned draufgekommen, die ham mir nämlich weiß machen wollen, das das österreichisch ist, also bitte, weiß doch jeder das die in die Schweiz gehört.
Gepackt hat heut keiner, keiner wollte wahr haben, dass es der letzte Tag ist.
Am Nachmittag hab ich noch am Riff unter Wasser fotografiert, ich hoffe wirklich ich kann euch ein paar nette fisch und Korallenfotos zeigen, aber das Wasser war heut ziemlich trüb.
Ich bin eigentlich ziemlich froh morgen zu fahren. Es war genau perfekt, nicht zu kurz und nicht zu lang. Also ich könnt noch länger aber dann nur ohne Sandfliegen und mit ner quelle, weil dauernd das salz auf der haut und in den haaren ist nicht so das wahre. Aber es war trotzdem super absolut geil.
Tag der Zivilisation
Heute von 7 bis halb neun hat jeder gepackt und seine Dinge gemacht, die letzten Unterschriften auf den Shirts wurden gesammelt und Aufstellung für ein Gruppenfoto genommen. Nico, Giulia, Tirion und Jock bleiben noch ein Monat länger im Dschungel, sie werden vielleicht an einen anderen strand umziehen aber grundsätzlich bleibt es Dschungel!
Es wurde gedrückt und angepackt, 11 Leute ziehen mit Surfbags und zeug aus, da wird es gleich ruhiger und viel mehr Platz ist da. Ausm andern Camp sind auch 3 Schwedinnen ausgezogen. Sind zur Strasse gewandert und ham 1 std aufn Bus gewartet. Die hälfte is rein die andere hat gemeint sie warten aufn nächsten. Haha es is wieder mal Sonntag. Sie sind dann auf einem Zementtruck gefahren. Die halbe strecke ging gut, dann auf einmal stoppte der Bus, wir hatten zwar keinen stress aber wollten noch was Essen uns so und um 1 spätestens mussten wir bei der Fähre sein. Der Grund war zuerst nur ein Elefant am Wegrand, dann ein Baum der über die Straße gefällt wurde, der Elefant war dazu da um ihn weg zu räumen, Panik kam auf, das würde Stunden dauern. Man hat uns schließlich in einen anderen Bus auf der anderen Seite des Baumes verwiesen und alles hat geklappt. Hatten lecker Essen in Hutbay und ham noch zeug für die Fähre kaufen können. Wieder das Ticketding. Niemand hat gecheckt, dass bis um 1 am Ticketschalter welche gekauft werden können, es war klar wir können mit aber wir mussten warten bis alle drauf waren. Haben uns alle lauschige Plätzchen am Heck des Schiffes gesucht und die 6 std fahrt irgendwie überstanden. War auf jeden Fall angenehmer als die hinfahrt. Viele Delphine sind mit uns geschwommen und durchs Wasser gesprungen, war echt kuhl. Als es dann dunkel wurde waren in den wellen hinterm schiff leuchtende Planktons zu sehn. Große Erleichterung kam auf als wir die lichter von Port Blair sahen. Die betten waren gebucht, alles was wir wollten war ne dusche.
Angekommen, haben wir uns alle in Taxis gequetscht und sind zur Central Lodge, der billig ansteige. Georg hat die Zimmer wohl reserviert nur frei waren sie nicht. Die Fähre nach Chennai ist nicht gefahren. Die einzige Möglichkeit waren Zimmer für 20 Euro in nem Hotel. Die Mädels je zu 3 und die Jungs zu 4 in einem, weil wir den doofen Israeli nicht loswurden, Andy hat sich ein Einzelzimmer genommen. Aber es war ganz gut, so hatten wir ein bissl Luxus, weiche betten und nen Fernseher, was ziemlich gut für mich war… duschen, die ganze bräune abwaschen, die ja in Wirklichkeit nur Schmutz war!!! Und Abendessen und dann in einem guten bett schlafen. Gott sei dank war’s groß genug für Sam, Julika und mich.
Der eine Tag in Port Blair
Ich bin aufgewacht und hab mich ziemlich beschissen gefühlt, irgendwie fiebrig aber ich wollt ned jammern. Beim Frühstück haben die Mädels festgestellt, dass ich Fieber hab und beschlossen, dass ich Breitbandantibiotika nehmen soll. Meine Beine waren fett wie Elefantenfüsse und jeder schritt war eine qual. Die andern ham sich Bikes ausgeliehen und sind an nen strand gefahren. Ich hab das bett bevorzugt und den ganzen Tag Sitcoms geschaut. Und am Abend dann, was für ein Timing, die Oscarverleihung. Hab mich auch wieder besser gefühlt und war echt froh wieder nach Auroville zurück zu fahren und noch ein paar Tage ruhen zu können bevor ich mein letztes Monat angehe!
Der Flugtag
Um 7 in der Früh hat uns das diesmal verlässliche Taxi abgeholt und in 3 Fahrten zum Flughafen gebracht. Die ham da ein bissl ein komisches system. Man muss sich das tickt zuerst draußen stempeln lassen, mit dem ganzen Gepäck und so und dann kann man rein und muss scannen und dann kann man’s abgeben. Ich war ein Kilo zu schwer und wollt keine 1,1o€ bezahlen, hab was rausgenommen und ins Handgepäck getan, hab dann mit denen streiten müssen weil die wollten das ich noch mal scanne, wie sinnlos. Wir waren alle fertig nur Steven war nicht da. Wir ham gedacht der streitet draußen noch weil er seinen Zettel (e-Ticket) verloren hatte, ham uns noch nicht viel gedacht. Irgendwann bin ich dann raus und er war nicht mehr da. Im Büro haben wir ne Szene gemacht, unser Freund, fliegt mit uns, usw. wo is er. Jaja der fliegt morgen… so ein Depp. Hat einen Tag später gebucht! Ei! Naja dann alle in den Flieger rein in Chennai wieder raus, die Schwedinnen ausm Nachbarcamp ham beschlossen mit uns mit zu kommen und wir hatten auch noch Plätze im Bus frei. Die fahrt war lustig wir ham gesungen und geblödelt. In Auroville angekommen mal wieder duschen und frische Klamotten und so und am Abend waren wir Pizza essen, das war vielleicht gut! Haben alle noch mal über diesen anderen aber genialeren Urlaub philosophiert!
War echt der absolute Hammer und ich bin froh, dass ich mit bin, ich hätte echt was versäumt.
Ich glaube ich hab 2-3 freunde fürs Leben gefunden. Leon, Sam, Suri und Julika werden mir hoffentlich echt ne Weile erhalten bleiben. So tolle Menschen!!!


0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home